Kurzgeschichten

Der Fänger im Roggen eine Kurzgeschichte von Beate

Angelehnt an den Roman von J.D.Salinger

Das Roggenfeld ist reif zur Ernte. Die Ähren erstrahlen im hellen Gelb und die Ähren sind prall gefüllt. Ein Summen erfüllt die Luft. Das sind die Insekten, die in der Schwüle des Nachmittags rauskommen um sich zu stärken. 

Schreiende, spielende Kinder nähern sich dem Feld. Wie die Heuschrecken fallen sie in das Feld ein, jolend und kreischend, vor Vorfreude auf das große Abenteuer. Die Mädchen und Jungen rennen in das Feld, der Boden ist staubtrocken und die Insekten wirbeln aufgeschreckt in der schwülen Nachmittagshitze, angesichts der kreischenden Horde. Die Kinder nutzen das Roggenfeld als Irrgarten. Eigentlich wissen sie, das dieses Feld für sie tabu ist, denn das Feld endet in einer steilen Klippe, die viele Meter steil bergab geht und im Meer endet. Aber der Reiz des Abenteuers und des Nervenkitzels lässt sie alle Vorsicht vergessen. Bis es langsam anfängt zu dämmern und sie den Weg nicht mehr hinaus finden. Panik macht sich breit. Die Jungen schreien und die Mädchen weinen. Wie können sie dem Irrgarten entkommen ohne die Klippen hinabzustürzen. 

Ratlosigkeit macht sich breit, die Insekten surren ihr Lied, der Boden staubt und ist aufgewühlt. Die Sonne hat noch Kraft und bringt die aufgewühlte Luft zum flirren. 

Plötzlich erscheint ein kleiner Kolibri, er flattert aufgeregt um die Köpfe der verschwitzten und verweinten Kinder. Um ihre Aufmerksamkeit auf ihn zu ziehen fliegt er kamikazemässig durch und um die Gruppe der Kinder. Der kleine Kolibri gab sein Bestes und kam auch so langsam an seine Grenze des Machbaren. Plötzlich zeigte ein kleines Mädchen, die Kleinste in der Gruppe auf ihn und rief: schaut ein Kolibri, er will uns helfen, er führt uns hier raus. Einige Kinder lachten und meinten, ach Lusie, du spinnst mal wieder. Wie soll der Kolibri uns helfen können. Lusie mit ihren hellen Locken und blauen, strahlenden Augen beharrte darauf, das der Kolibri gekommen war um sie zu retten. Sie rief: folgen wir ihm, kommt lauft hinter mir her und schwupps setzte sie sich mit ihren zarten Beinen in Bewegung. Die anderen Kinder zögerten, aber nach und nach schlossen sich immer mehr Kinder Lusie an und folgten dem Kolibri. Alles war besser, als hier weiterhin im Kreis zu laufen. 

Nach einigen Minuten konnten die Kinder schon das Geräusch von fahrenden Autos hören und sie wussten, die rettende Straße ist nicht mehr weit. Sie lachten, klatschten in die Hände und riefen freudig Lusies Namen. Du hast uns gerettet Lusie, sagten sie, als sie das staubige Roggenfeld hinter sich gelassen hatten. Lusie schüttelte den Kopf und sagte: nicht ich habe euch gerettet sondern der Kolibri, ich habe ihn nur verstanden und seine Hilfe angenommen. Die Kinder rannten zu ihren Fahrrädern, froh dieses Abenteuer gut überstanden zu haben. Nur die kleine Lusie rannte nicht gleich zu ihrem Fahrrad. Sie streckte die Hand nach dem kleinen Kolibri aus und sagte: Danke wunderschöner Kolibri, das Du uns gerettet hast, ohne dich hätten wir es wahrscheinlich nicht geschafft. Der Kolibri flatterte eifrig mit den Flügeln und für einen ganz kleinen Moment meinte Lusie nicht einen Kolibri gesehen zu haben, sondern eine bezaubernde kleine Elfe. 🧚‍♀️ 🧚‍♀️🧚‍♀️🧚‍♀️

Der Fänger im Roggen hatte seine Aufgabe erfüllt.

Flying Bird eine Kurzgeschichte von Beate

Tim saß in der Führerkabine der großen Erntemaschine neben seinem Vater. Sie waren auf dem Rückweg. Schon früh am Morgen waren sie zur Orangenplantage gefahren, um die reifen Früchte zu ernten. Tim liebte es, gemeinsam mit seinem Vater auf die Plantage zu fahren. Früh morgens war die Luft noch frisch, es duftete nach Orangen und Orangenblüten. Die Sonne war dann noch nicht so unerbittlich wie in den Mittag-und Nachmittagstunden. Tim freute sich schon auf das erfrischende Bad im See, in den er nach getaner Arbeit reinspringen würde. Jetzt lag noch eine Fahrt von 10 Minuten nach Hause vor ihnen. Tim lies seinen Blick über die endlose Weite des Landes schweifen. Seit mehrere Generationen war sein Familie in der Bio- Landwirtschaft tätig. Es war nicht immer leicht gewesen, aber dieses Jahr lief es richtig gut. Sie exportierten ihre Biofrüchte nach ganz Europa. Das war echt klasse. Tim war stolz auf seinen Vater, das er nicht aufgegeben hatte, als nicht alles so gut lief und sie nicht wussten, ob sie ihre Farm halten konnten. Jetzt brauchten sie sich keine Sorgen mehr machen, es lief einfach großartig. In der Ferien half Tim am Vormittag immer seinem Vater. Der Nachmittag gehörte ihm, dann kümmerte er sich um die Tiere, die auf der Farm lebten. Vielen hatte Tim das Leben gerettet. Viele hatte er wieder nach ihrer Genesung ausgewildert . Einige blieben für immer, da sie zu großen Schaden erlitten hatten und alleine nicht mehr überleben konnten. So gab es einige Vögel, ein Schwein, Gänse und Enten, ein Esel, ein Pony, eine Ginsterkatze, 2 Mufflons und ein Mönchsgeier. Tim liebte sie alle und versorgte sie gewissenhaft. Denn er wusste eines Tages würde er TA sein und ein Reservat für Tiere leiten. Das war sein größter Traum. Dann erregte etwas seine Aufmerksamkeit. Nicht weit von ihnen auf einem gerodeten Feld saß ein Vogel. Einer seiner Flügel stand in einem komischen Winkel zu seinem Körper. Tim stupste seinen Vater leicht in die Seite und deutete in die Richtung. Auch sein Vater erkannte das etwas mit dem Vogel nicht in Ordnung war. Er wusste Tim würde keine Ruhe geben, bis sie dem verletzten Tier geholfen hätten. Also hielt Tims Vater, sein Name ist übrigens Murphy, die Erntemaschine an. Tim sprang sofort aus der Fahrerkabine, seine Jacke auf dem Arm und lief ein Stück in Richtung des Vogels. Als er näher kam, wurden Tims Schritte langsam und bedächtig. Schritt für Schritt näherte er sich ruhig dem verletzten Tier. Er konnte erkennen, das es ein Kaiseradler war. Der versuchte sich mit hüpfenden Bewegungen von Tim zu entfernen, was ihm nicht wirklich gelang, denn sein komisch runterhängende Flügel lies das nicht zu. Als Tim seiner Meinung nach nah genug am Vogel war, warf er seine dünne Jacke gekonnt über den Vogel. Dann ergriff er ihn, hob ihn hoch und bettete ihn vorsichtig in seine Arme. Sein Vater war nun auch zur Stelle und Tim schaute ihn mit einem strahlenden Lächeln entgegen. Dann gingen sie gemeinsamen zurück zur Erntemaschine und fuhren zur Farm. Dort angekommen bat Tim seine Mutter aufgeregt mit ihr und dem verletzten Kaiseradler zu Dr. Sommerday zu fahren. Auch Tims Mutter wusste, das sie jetzt alles stehen und liegen lassen musste, denn das Wohl des Tieres ging vor. Also machten sie sich auf den Weg zu Dr. Sommerdays Praxis und liessen den Adler gründlich untersuchen. Dr. Sommerday stellte fest, das der Adler schon älter war. Sein Futterzustand nicht mehr so gut war und das sein Flügel ausgerenkt war. Dr. Sommerday schaffte es den Flügel zu richten und legte noch einen Verband an, den der Adler ein paar Tage tragen sollte. Dr. Sommerday wusste bei Tim wäre der Kaiseradler in den besten Händen und er wusste auch, wenn der Adler wieder flugtauglich war, würde Tim in Freilassen. Und so kam es, das der Zoo von Tim um ein weiteres Tier bereichert wurde. Tim kümmerte sich liebevoll um seinen neuen Schützling, sowie um all die anderen Tiere. Er verbrachte viel Zeit mit dem Kaiseradler, der wieder Erwartung eine Beziehung zu Tim aufbaute. Seit einigen Tagen war der Verband abgenommen und der Adler auch nicht mehr in der Volaire. Tim hatte wie allen seinen Tieren, auch dem Kaiseradler einen Namen gegeben. Flying Bird nannte er ihn. Der Name war bewusst gewählt, er sollte den Adler unterstützen, seine Flügel wieder zu benutzen, was er bisher nicht getan hatte, obwohl er völlig gesund war. Wenn Tim von der Arbeit mit seinem Vater nach Hause kam, hüpfte Flying Bird freudig auf Tim zu. Tim setzte sich dann immer auf den Boden und Flying Bird wartete gespannt darauf welchen Leckerbissen Tim aus seiner Tasche für ihn holen würde. Und so wurden sie zu einem unzertrennlichen Paar, der Junge und sein Kaiseradler „ Flying Bird“

Brot für die Welt eine Kurzgeschichte von Beate

Talissa lief durch die engen Gassen der kleinen Hafenstadt Charmony. Ihr Leinenkleid, das lose an ihren kleinen zierlichen Körper runter hing, hatte die besten Tage schon hinter sich. Verschlissen und mit einigen Löchern am Saum, sah es eher wie ein Sack aus, als ein Kleid. Ihre dünnen Beinchen steckten in einer Wollstrumpfhose, auch diese wies einige Löcher auf. Ihr Schuhe schienen nur noch durch den Dreck zusammengehalten zu werden. Talissa lief so schnell sie konnte, ihr Ziel war der heutige Wochenmarkt, der am Hafen abgehalten wurde. Wenn sie Glück hatte, konnte sie heute endlich das Grummeln und die Schmerzen in ihrem Innern zum Schweigen bringen. Schon nahm sie die typischen Geräusche des Wochenmarktes wahr. Das Stimmengewirr der vielen Menschen und die Laute der Tiere, die zum Verkauf standen. Noch eine letzte kleine Gasse und dann hatte sie es endlich geschafft. Der Wochenmarkt, das Ziel ihrer nächtlichen Träume. Sie wusste genau wo sie hin wollte. Zum Brotstand, dort gab es das leckerste Brot der ganzen Stadt. Sie schlenderte nach außen hin gemütlich auf ihr Ziel zu, aber innerlich brodelte es in ihr. Sie glaubte alle Menschen die in ihrer Nähe standen, müssten das Grummeln ihrer Eingeweide hören. Doch darauf konnte sie jetzt keine Rücksicht nehmen. Wie immer war der Brotstand das Ziel vieler Menschen. Ein regelrechtes Gedränge herrscht dort. Gut für sie. Sie wartete bis der Bäckermeister Geld von einer Kundin in seine prall gefüllte Kasse verstaute und die drumrum stehenden Menschen sie nicht beachteten. Blitzschnell stibitzte sie sich einen Brotlaib, der am Ende des Tisches lag und schon entfernte sie sich vom Brotstand, immer ihre Aufmerksamkeit nach hinten gerichtet, ob Jemand ihren Diebstahl bemerkt hatte. Aber das schien nicht der Fall zu sein. Noch ging sie langsam und ruhig ihres Weges, als sie weit genug vom Brotstand entfernt war, lief sie schnell, den Brotlaib fest an ihren Körper gepresst. Ihr neues Ziel war ihr Zuhause, ein paar Querstraßen weiter. In der engen Gasse stand ein altes Haus, das schon lange nicht mehr bewohnt war. Dieses Haus hatte außen eine kleine Öffnung, die in früheren Zeiten wohl als Abstellplatz für Fahrräder, Schubkarren und sonstigem genutzt wurde. Das war ihr Zuhause. Blitzschnell, schlüpfte sie in ihr Zuhause, immer darauf bedacht, das sie Niemand sah. Endlich hatte sie es geschafft. Der Brotlaib war noch warm und sein Duft, der ihr in die Nase stiegt, raubte ihr fast den Atem. Sie setzte sich auf ihre Decke, die sie irgendwann mal irgendwo gefunden hatte und dann kam er der große Moment. Genüsslich und ganz langsam bohrte sie erst einen dann zwei Finger in den köstlich duftenden Brotlaib. Holte etwas Brot aus dem Innern und steckte es sich endlich in den Mund. Ihr Magen schien Purzelbäume zu schlagen und das Wasser lief ihr im Mund zusammen. Sie versuchte das Brot so lange es ging in ihrem Mund zu halten, denn sie wusste, je länger sie es kauen würde, desto süßer würde es werden. Dann konnte sie es nicht mehr aushalten und das Brot rutschte in ihren Magen, der es dankend begrüßte. Jetzt war es mit ihrer Selbstbeherrschung vorbei, wieder und wieder bohrte sie ihre Finger in den Brotlaib und genoss jedes Stück. Doch sie wusste, bald war es genug, denn der Brotlaib sollte einige Tage halten. Das Brot sah aus wie eine dunkle Höhle, die zum weiteressen einlud. Talissa gönnte sich noch ein kleines Stück der köstlichen Kruste, auf der sie länger rum kauen konnte und den Abschluss ihres Festmahls war. Dann wickelte sie den Rest in ein Leinensäckchen und das verstaute sie in eine Blechdose, damit die Mäuse ihren Schatz nicht verspeisten. Dann versteckte sie die Blechdose unter ihren anderen Habseligkeiten. Da war noch ein Kleid mit größeren Löchern, eine Decke wenn es richtig kalt wurde und ein Glas, das ihren größten Schatz enthielt. Dort befanden sich einige Münzen drin. Wenn der Markt zu Ende war, ging sie auf die Suche nach Münzen, die Menschen verloren hatten und auch wenn die durch die engen Gassen von Charmony lief, hielt sie immer Ausschau nach den funkelnden Münzen. Denn eines Tages würde sie so viele Münzen haben, damit sie sich ein Brot kaufen konnte. Das war eines ihrer Ziele. Dann kuschelte sie sich in ihre Decke, denn jetzt konnte sie schlafen, denn das Gegrummel und die Schmerzen in ihrem Inneren würden für kurze Zeit schweigen. Talissa träumte ihren Traum. Sie stand am Wochenmarkt, sie war die Verkäuferin, sie war eine berühmte Bäckerin. Und jeden Donnerstag bot sie ihre köstlichen Waren zum Kauf an. Und wenn sie in Kinderaugen schaute und den Schmerz des Hungers darin sah, rief sie die Kinder zu ihrem Stand und schenkte ihnen einen Laib Brot, der für diese Kinder in dem Moment die ganze Welt bedeutet, so wie der gestohlene Brotlaib die ganze Welt für sie bedeute hatte. Und das war ein weiteres Ziel Talissas, wenn im Moment noch ein Traum, aber sie wusste eines Tages würde er Wirklichkeit werden. Denn dann würde sie Brot für die Kinder der Welt backen.

 

Das Meer der Gefühle ein Archetyp der Kämpferin

Die kleine Jolle ist den Kräften der Natur ausgeliefert. Der Wind peitscht sie auf den Kanten der aufschäumenden Welle vor sich her. Das rettende Land liegt in der anderen Richtung. Wie konnte die kleine Jolle nur den falschen Weg einschlagen und alle Warnungen in den Wind schlagen. Sturm war vorausgesagt. Die Schlechtwetterfront hatte sich schon angekündigt, aber die kleine Jolle wollte unbeirrt ihren Weg gehen. Hindernisse überwinden, stark sein, Gutes tun. Würde sie jetzt daran zerbrechen. Das Tosen des Windes, das Peitschen der schäumenden und schreienden Wellen. Kann sie all dem standhalten? Ist ihr Holz, ihr Körper biegsam genug um sich den Kräften der tobenden Natur anzupassen oder wird sie zerschellen an den Klippen, die immer näher kommen.

Die kleine Jolle weiß, das ihr Körper gut geölt ist, ihr Holz ist geschmeidig, sie kann sich Herausforderungen anpassen. Aber ist das genug um zu überleben? Diesem Sturm des Lebens standzuhalten? Die kleine Jolle kämpft. Sie nutzt die Kraft der Wellen, tanzt auf und mit ihnen. Dieser atemberaubende Tanz von Nachgeben, nicht Aufgeben und Vorwärtskommen, kostet der Jolle viel Kraft. Aber sie schafft es sich von den Klippen zu entfernen und dem rettenden, weißen Strand näher zu kommen. Sie merkt, das immer mehr Wasser sich in ihrem Inneren ansammelt und das es nicht abfließen kann, da sie gut geölt ist. Also bedarf es einen Planes. Jedesmal wenn sie auf dem Gipfel der Wellen tanzt, neigt sie sich leicht zur Seite, sodass etwas von dem Wasser rausfliessen kann, bevor mit der nächste Welle wieder Wasser in sie eindringt. Ist es ein aussichtsloser Kampf? Kann sie diesen Kampf gegen die Naturgewalten gewinnen? Die kleine Jolle mobilisiert all ihre Kräfte, ihre Geschmeidigkeit, ihre Anpassungsfähigkeit, ihren Überlebenswillen. Aufgeben ist keine Option. Der Kampf geht seit Stunden. Wasser und Wind oder kleine Jolle? Angst, Verzweiflung, ja Panik und Frustration macht sich breit. Immer und immer das Gleiche, Wasser rein, Wasser raus, Richtung Strand nicht aus den Augen verlieren. Die Naturgewalten bezwingen mit allem was der kleinen Jolle zur Verfügung steht. Dann kommt sie die Jahrhundertwelle. Tobend, schreiend, Gicht spuckend und erfasst die kleine Jolle mit all ihr zur Verfügung stehenden Vehemenz. Die kleine Jolle schreit auf, ihr Holz biegt sich, Panik macht sich breit, sie knirscht, die Balken biegen sich und dann, dann tanzt sie auf der Krone der Welle, ein Tanz der Schönheit und Eleganz, aber auch der Zerstörung und Vernichtung. Wer gewinnt diesen Tanz? Die Welle steigt höher und immer höher mit all ihrer Kraft und dann spukt sie die kleine Jolle im hohen Bogen auf den weißen, rettenden Strand. Die kleine Jolle landet unsanft auf der Seite, das Wasser aus ihrem Inneren fließt in den warmen, weißen Sand. Ihr Holz trägt Macken des Kampfes, aufgeschwollen, angeschlagen liegt sie auf der Seite. Glücklich diesen aussichtslosen Kampf überlebt zu haben. Angeschlagen, ausgelaugt, eine gewisse Verzweiflung in sich tragend, aber zufrieden. Sie hat gekämpft, einen Kampf der alles von ihr gefordert hat, ein Kampf um Leben und Tod, ein Kampf den sie nie vergessen wird, ein Kampf der ihr Leben verändert hat. Gut gemacht kleine Jolle.

Blog

In meinem Blog findest du Texte die dich die Heldenreise erleben lassen. Es geht um Verbindung, Ziele, Blockaden/Muster, Transformation, Opfer… Alles Schritte die wir in der Heldenreise durchleben und bereit sind zu gehen. Denn ohne diese Schritte gibt es kein Wachstum, kein Neubeginn. Ich wünsche dir von Herzen viel Spass beim Lesen und erkunden.

Die kleine, weise Stimme

Deine innre Stimme ruft, lass es nicht zu.

Du musst das nicht tun, du musst das nicht aushalten.

Aber du hörst nicht auf deine innere, weise Stimme. Die Stimme, die dich vor den Verletzungen bewahren möchte. Die Stimme, die jedesmal wenn sie nicht gehört wird, leiser wird.

Und irgendwann nicht mehr zu hören ist, denn dein Herz hat sich schon so verschlossen das du nichts mehr fühlst und nichts mehr hörst aus deinem Inneren.

Die kleine, weise, nun verstummte Stimme, ist immer oder war immer für dich da. Sie, die jede Verletzung vorher gefühlt hat und dann miterlebt hat.

Die kleine, weise Stimme wollte lauter werden und dich schützen, aber du hast es nicht zugelassen. Deine Gedanken und fehlgeleiteten Gefühle ließen sie ersticken.

Gibt es ein Zurück aus diesem Schmerz? Kann die kleine, weise Stimme sich wieder erheben und zu einer lauten, kräftigen Stimme werden?

Ja, das kann sie, es ist allerdings ein langer Weg. Nichts ist unmöglich. Gib der kleinen, weisen Stimme eine Chance und du wirst es nicht bereuen. Denn sie ist immer für dich da und wartet darauf wieder zum Leben erweckt zu werden. 

Kleine, weise Stimme horch, du wirst gerufen.

Bedingungslose Liebe

Hold my hand and everything will be ok. Know you are not alone, because I will always be with you.

Wenn deine Gedanken Chaos im Kopf machen und es scheinbar daraus keinen Ausweg gibt, halte ich dich.

Wenn deine Gefühle verrücktspielen und sich alles nur noch im Kreis dreht, halte ich dich.

Wisse Du bist nicht allein, Du wirst geliebt und behütet.

Hold my hand and everything will be ok.

Wenn dein Körper schwach ist und deine Beine dich kaum tragen können, halte ich dich.

Wenn deine Augen müde sind und Du denkst du siehst die Welt nicht mehr, halte ich dich.

Hold my hand and everything will be ok.

Wenn du gehst und die Welt deinen Atem nicht mehr spürt, bin ich da und halte dich.

Denn du wirst immer ein Teil meines Lebens sein.

Die Liebe die uns verbindet sich ewig, so wie der Himmel ewig ist. 

Nichts, aber auch Garnichts wird uns trennen.

Denn die Liebe lebt weiter, unauslöschlich in mir und dir. 

Hold my hand and everything will be ok my Love.

Verbundenheit

Es gibt eine leise, tiefe Verbundenheit, die nicht über Worte entsteht, sondern über Blicke, Atem und Vertrauen. Ein Pferd findet seinen Weg direkt ins Herz, ohne zu fragen, ohne Bedingungen zu stellen. In seiner Nähe wird die Welt ruhiger, klarer. Jeder Schritt nebeneinander fühlt sich an wie ein gemeinsamer Herzschlag, jedes sanfte Schnauben wie ein Versprechen von Nähe und Verständnis.

Diese Verbindung ist mehr als Pflege, Reiten oder Zeit im Stall. Sie ist das Wissen, gesehen zu werden – von einem Wesen, das die Seele erkennt, lange bevor der Verstand etwas begreift. Ein Pferd spürt Freude und Schmerz, Angst und Hoffnung, und begegnet all dem mit ehrlicher Präsenz. In seinen Augen liegt kein Urteil, nur Akzeptanz.

Die Verbundenheit im Herzen zu einem Pferd ist wie ein stilles Band, das selbst über Entfernung hinweg bestehen bleibt. Sie schenkt Kraft, wenn Worte fehlen, und Trost, wenn die Welt zu laut wird. Es ist eine Liebe, die frei lässt und doch tief verwurzelt ist – stark, sanft und für immer spürbar.

Wer fühlt sich von meiner Seite angesprochen

Es sind die Schattenjägerinnen. Denn sie nimmt ihre Verletzbarkeit wahr und weiß, das daraus eine große Kraft entsteht. Eine Kraft, die sich im stetigen Handeln widerspiegelt. Eine Kraft, die nicht niederdrückt, sondern agiert. Durch ihre Spiritualität ist die Schattenjägerin in der Lage, sich selbst zu heilen und ihre Verletzbarkeit als Gabe anzuerkennen, auch wenn sie sich dessen noch nicht bewusst ist. Als Schattenjägerin nimmt sie ihre Verletzungen und Narben an, als das was sie sind, nämlich Wachstumsmerkmale. Der Archetyp der Schattenjägerin ist somit empathisch, intelligent, wach im Geist und in der Wahrnehmung. Sie ist facettenreich in ihrem Sein. Sie hinterfragt und entscheidet. Sie verliert sich nicht im Nichtstun. Sie ist bereit neue Wege zu gehen, die sie durch eine Mentorin erkennt und anwendet.

Ich freue mich auf die Schattenjägerinnen, gemeinsam mit ihnen Wege der Heilung zu gehen und einen Neuanfang zu starten. Dafür ist die Heldenreise gemacht, Menschen zu unterstützen ihre Wunden und Narben zu sehen, sie anzunehmen und dann in die Heilung zu gehen. Denn ohne Annahme ist keine Heilung möglich.

Stirb nicht bevor Du tot bist

Unsere inneren Räume, in die wir uns zurückziehen können, stärken und schützen uns.

Wenn es etwas gibt, das wir, unser Körper, unser Geist oder unsere Seele zu viel wird, können wir uns schützen, indem wie uns in einen inneren Raum zurück ziehen. Dort finden wir Ruhe, Freiheit des Herzens, dort spüren wir unsere Liebe und wir wissen, wir sind nicht allein.


Hier tanken wir Kraft und Zuversicht, alles was wir im Moment benötigen. Hierhin können wir jederzeit zurückkommen und uns stärken.


Denn wenn wir uns den Turbulenzen unseres Lebens unentwegt aussetzen, ohne etwas für unseren Körper, unsere Seele und unseren Geist tun, kann das Folgen für uns haben. Wir können krank werden, ein Burn out bekommen oder auch Depressionen. Deshalb ist es wichtig unsere Energien bei uns zu behalten um uns nicht zu verlieren.


Deshalb biete ich zum reinschnuppern eine kostenlose Meditation „ in den Raum der Stille“ an. Ich führe dich behutsam zu deinem inneren Raum der Stille, damit du Kraft tanken kannst, dich erfrischen und ausruhen kannst.
Schau auf meiner Seite bei FB unter Beate Behnke“ im Herzen der Pferde „nach dieser Veranstaltung und melde dich kostenlos an. Ich freue mich auf dich.

Wunden

Es gibt Wunden, die man nicht sieht – sie liegen tief unter der Haut, dort, wo Worte nicht mehr reichen und Stille zu schreien beginnt. Wenn eine Frau Gewalt erlebt, wird etwas in ihr erschüttert, das kaum zu beschreiben ist: das Vertrauen in die Welt, in andere, manchmal auch in sich selbst. Jeder Atemzug danach wird zu einem stillen Versuch, das Unsichtbare zu tragen, die Splitter einer Erfahrung, die sich nicht einfach abstreifen lässt.

Körperliche oder seelische Gewalt hinterlässt Spuren in all ihren Facetten: Angst, die sich an die Seele klammert. Scham, die eigentlich dem Täter gehört, sich aber in das Herz der Betroffenen schleicht. Nächte, in denen Schlaf nicht Frieden bringt, sondern Erinnerung. Und Tage, an denen jede Bewegung ein stiller Akt des Überlebens ist.

Doch inmitten dieser Dunkelheit lebt eine unbegreifliche Stärke – die Kraft, trotzdem weiterzumachen. Die Schritte, die sie gehen, sind mutiger, als es irgendwer sehen kann. Es ist nicht Schwäche, wenn Tränen fallen, sondern Heilung, die sich ihren Weg bahnt.

Die Scham muss ihren Platz verlassen. Sie gehört nicht den Opfern, sondern jenen, die verletzen. Wenn die Scham die Seite wechselt, entsteht Raum für Würde, für Mitgefühl, für das Wiedererstarken. Denn jede Frau, die Gewalt überlebt hat, trägt nicht nur Schmerz in sich – sie trägt auch das Licht des Neubeginns, leise, ungebrochen, unendlich stark.

Das gläserne Ich

Das Stück Glas in meiner Hand funkelt in der Sonne. Es ist durchsichtig und makellos.

Wenn ich durch das Glas schaue, es ganz nah vor mein rechtes Auge halte, dann sehe ich die wunderschöne Landschaft dahinter. Die Gräser und Blumen, die Bäume und Tiere, so als wäre nichts zwischen meinem Auge und der Landschaft.

Und so schaut die Welt durch mich. Sie sieht die Schönheit der Landschaft durch mich durch ohne mich wahrzunehmen. Ich bin das gläserne ich. Unsichtbar für die Welt um mich herum . Egal was ich tue, egal wie sehr ich mich bemühe, gesehen zu werden, Niemand nimmt mich wahr. Alle Opfer die ich mein Leben lang gegeben habe um gesehen zu werden, haben nichts geholfen. Jetzt bin ich leer und unsichtbar, noch gläserner als Glas. Für Niemanden sichtbar auf dieser Welt.

Wenn ich mich umschaue, dann sehe ich, ich bin nicht allein. Es gibt so viele gläserne Ich, sie alle tragen keine Farbe in sich um die Aufmerksamkeit der anderen auf sich zu ziehen. Sie sind Nichts. Kein funkeln und schillern, kein glänzen oder strahlen, nur durchsichtig und unsichtbar.

Bitte stirb nicht bevor du tod bist. Bitte verzweifele nicht und gebe dich nicht auf.

Lebe, liebe, lache, sei fröhlich. Tanze, singe, hüpfe, so kommt dein Strahlen zurück, ein Strahlen in schimmernden Farben. Farben durch die man nicht hindurchschauen kann. Farben die anziehend und verlockend sind. So bist du für Jedermann sichtbar. So werde ich gesehen. Ein Stück Glas das funkelt und Strahlt in den schönsten Farben, dieses Stück Glas weckt die Aufmerksamkeit aller, die es sehen. Sie wollen es kennenlernen und erforschen.

Strahle du funkelndes, schönes Ich.

Ich strahle.

Die Zeit des Wandels beginnt jetzt, der Wandel beginnt in dir und mir.

Bin ich bereit Vergangenes los zu lassen und neues zu kreieren?

Bin ich bereit meine Gefühle anzunehmen und nicht zu bewerten?

Bin ich bereit ja zur Farbe in meinem Leben zu sagen, um nicht mehr Gläsern zu sein?

Lass Hoffnung und Liebe, Freude und Glück in dein Leben. Lebe mit jedem Atemzug, so das jeder Tag dein bester Tag ist, heute und immer und immer wieder.

Sag Ja zum Leben, zum Leben mit deinen Farben, mit deiner Buntheit und deiner Kreativität. Schalte den Autopilot deines Unterbewusstseins ab und kreiere dein neues Sein. Du bist der Schöpfer deines Lebens, denn alles ist möglich.

Wenn das Licht uns berührt

Manchmal, wenn der Alltag leiser wird –
zwischen einem Atemzug und dem nächsten –
beginnt etwas in uns zu leuchten.
Dann werden sie spürbar: die Lichtwesen,
jene stillen Begleiter aus zarter, reiner Energie.

Sie treten nicht mit Worten hervor,
sondern mit einer Wärme,
die uns von innen her berührt.
Sie sind da, wenn wir sie sehen –
offen, lauschend, vertrauend.

Ihre Gegenwart ist wie ein sanfter Strom,
der uns erinnert, dass wir mehr sind
als unsere Gedanken, mehr als unsere Sorgen.
Sie tragen keine Erwartungen,
nur Liebe, nur Frieden, nur Verständnis.

Wenn wir ihnen begegnen,
erinnert sich unsere Seele an ihr eigenes Leuchten.
Wir erkennen uns in ihren Augen aus Licht,
und die Trennung schmilzt dahin.

Manchmal flirren sie im Abendlicht,
manchmal sind sie einfach das leise
„Alles ist gut“ im Innern.
Und wenn wir ihnen antworten –
nicht mit Worten, sondern aus dem Herzen –
verweben sie ihr Licht mit unserem.

Loslassen/Transformation

So entstehen stille Brücken zwischen den Welten.
Nicht sie kommen zu uns,
nicht wir gehen zu ihnen –
wir begegnen uns in der Mitte,
im Raum zwischen den Atemzügen,
dort, wo alles Liebe ist.

Gefängnis der Gefühle

Da sitzt er nun der Gedanke hinter schweren Eisengittern. Eingesperrt in der Dunkelheit des Raumes. Es gibt kein Entrinnen für ihn. Aufgebläht und unförmig wie er ist, kann er sich nicht durch die schmalen Lücken der Eisenstäbe zwängen.

Mit jedem Tag der vergeht, bläht er sich mehr auf. Wächst in seiner Unförmigkeit und Trostlosigkeit. Das Ende steht fest, er wird hier zu Grunde gehen, aufgebläht und unförmig. Immer wieder rennt er gegen die Gitterstäbe an, Schweiß strömt aus jeder Pore seines Körpers. Sein Körper ist überseht mit blauen Flecken. Noch hat er nicht aufgegeben, ein Fünkchen Hoffnung glimmt ganz schwach in ihm. Nicht mehr als ein wirklich kleiner Funken. Wie kann ich aus dem Funken ein Feuer entfachen, fragt sich der eingesperrte Gedanke? Es gibt nichts was ihm einfällt und so bläht er sich weiter auf. Das Fünkchen Hoffnung schwindet im Gegenzug zu einem Glimmern. Ich will hier nicht zu Grunde gehen denkt der Gedanke. Was kann ich nur tun? Plötzlich sieht er in der Ferne außerhalb seines Gefängnisses ein zartes Glimmern. Noch ein Hoffnungsfunke, hier in der Finsternis. Er eilt zu den Gitterstäben und versucht zu erkennen was das ist, dieses wunderschöne Glimmern. Das Glimmern nähert sich dem Gedankengefängnis, wird größer, wird sichtbar. Es ist ein Sonnenengelchen. Sehr klein mit goldenen Händen und Füßen. Mühelos fliegt es durch die Gitterstäbe und setzt sich dem Gedanken, der inzwischen so fett ist, das er nicht mehr stehen kann, auf die Schulter. Ganz sanft legt das Sonnenengelchen mit seinen zarten,goldenen Händen seinen Kopf in den Nacken des Gedanken und seine zarten, feingliederigen Hände berühren in sanft. Ein wohliges Gefühl durchfährt den fetten Gedanken und er merkt, wie mit jeder Berührung des Sonnenengelchens, er an Größe und Fettigkeit abnimmt. So dauert es eine lange Zeit bis das Sonnenengelchen den unförmigen, fetten Gedanken mit positiven Berührungen schmal gemacht hat. Der fette Gedanke wird schmaler und schmaler, so schmal, das er auch durch die Gitterstäbe passt. Er schaut an sich runter und erkennt, das er nicht mehr fett und unförmig ist, sondern zart, mit goldenen Händen und Füßen. Wunderschön schaut er aus. Er ist dem Raum der Finsternis mit seinen Gitterstäben entkommen. Licht, viel Licht strahlt in ihm und seine goldenen Händchen und Füßchen können jetzt anderen fetten, unförmigen Gedanken helfen. Gitterstäbe ade.

Loslassen/Transformation

Loslassen von Mustern ist eines der tiefsten und herausforderndsten Themen auf dem Weg zu innerem Wachstum. Alte Gewohnheiten, Denkweisen und Verhaltensmuster geben uns Sicherheit. Auch wenn sie uns manchmal verletzen oder einengen, sind sie vertraut – und das Vertraute fühlt sich oft sicherer an als das Unbekannte.

Doch in dem Moment, in dem wir erkennen, dass uns diese Muster nicht mehr dienen, beginnt ein leiser Schmerz. Es ist der Schmerz des Abschieds – von dem, was wir einst gebraucht haben, um zu überleben oder uns zu schützen. Jede Veränderung fordert ein kleines Stück von uns heraus, etwas loszulassen, das uns definiert hat.

Veränderung fühlt sich selten leicht an. Sie bringt Unsicherheit und Angst mit sich, weil wir nicht wissen, wer wir ohne unsere alten Muster sind. Wir betreten ein undefiniertes Feld, in dem wir uns neu erfahren müssen – ohne die Sicherheit der gewohnten Begrenzungen.

Aber genau hier beginnt Freiheit. In dem Moment, in dem wir den Mut finden, in das Unbekannte zu treten, entfaltet sich eine neue Wahrheit: dass wir wachsen können, dass wir mehr sind als unsere Geschichte, und dass in jeder Angst gleichzeitig eine Einladung zur Transformation liegt.

Loslassen bedeutet nicht, zu vergessen, wer wir waren. Es bedeutet, uns selbst genug zu lieben, um zuzulassen, dass wir werden, wer wir wirklich sind. 🌿

Bleib lebendig

Über mich

Es gibt Momente im Leben, in denen man an einem Punkt steht, an dem nichts mehr weiterzugehen scheint. Ich war dort: ausgebrannt von der Arbeit, nach einer langen Ehe geschieden, innerlich leer. Alles, was einmal Sinn gegeben hatte, war verblasst. Ich wusste nur, dass ich so nicht mehr weitermachen wollte.

Irgendwo tief in mir klopfte eine leise Sehnsucht an – eine Erinnerung aus Kindertagen: Pferde. Ihre Anmut, ihre Kraft, ihr freier Geist. Also begann ich, Reitunterricht zu nehmen, in der Hoffnung, ein Stück Freude in mein Leben zurückzuholen. Doch statt sanfter Begegnung fand ich dort einen rauen Umgang, der mein Herz nicht berührte. Und dann sah ich sie – auf einem Foto im Internet: Babuka, eine 16-jährige Araberstute, Zuchtstute, stolz und zugleich sanft. Ich spürte sofort: Sie gehört zu mir.

Wir fuhren 400 Kilometer, um sie kennenzulernen, und als ich sie sah, wusste ich, dass mein Herz richtig gefühlt hatte. Babuka kam zu mir – und mit ihr begann der Teil meines Lebens, den ich „Heimkehr“ nenne. Doch einfach war es nicht. Sie war oft krank, verletzte sich immer wieder. Kaum kam ich zum Reiten, stattdessen kamen Tierärzte, Sorgen, Tränen. Aber anstatt aufzugeben, beschloss ich zu verstehen – wirklich zu verstehen.

Ich begann, mich weiterzubilden: CranioSacral-Therapie, energetische Pferdeosteopathie, Kinesiologie, verschiedene energetische Methoden. Währenddessen nahm ich an einem Workshop teil – Die Heldenreise mit Pferden. Elf Schritte, die dich tief nach innen führen, um dich selbst neu zu entdecken. Beim zweiten Schritt – Der Ruf – kam die Botschaft:
„Du wirst mit Pferden sein.“

Damals klang das wie ein ferner Traum – heute weiß ich: Es war meine Wahrheit.

Ich wurde Pferdeosteopathin, Kinesiologin, begleitete Tiere und ihre Besitzerinnen, lernte unaufhörlich über Körper, Seele und Bewusstsein. Babuka war mein Lehrbuch, mein Spiegel, meine Lehrerin in Geduld, Hingabe und Mitgefühl. Ihr Schmerz war der Beginn meiner Heilung.

Und so arbeitet ich nur noch zwei Tage im Büro, den Rest der Woche widmete ich den Pferden – ihrem Wohl, ihrer Balance, ihrem Leben. Ich folgte meinem Ruf, so wie ich ihn damals in der Heldenreise empfangen habe: mit Pferden sein.

Wenn ich zurückblicke, staune ich: aus Burn-out wurde Berufung, aus Schmerz wurde Sinn, aus Verlust wurde Liebe.
Babuka, mein wunderbares Pferd – du hast mein Leben verwandelt.
Du hast mich zu mir selbst geführt.
Und so wurde meine Heldenreise nicht nur eine Reise mit Pferden,
sondern die Reise zu meinem Herzen.

Meine bezaubernde Babuka ist im Alter von 24 Jahren zurückgekehrt zu ihrem Heimatstern, von dort wacht sie über mich. Sie ist immer bei mir, nur jetzt in einer anderen Energie. Danke meine Süße, das du bei mir warst und mich geleitet und begleitet hast auf unseren gemeinsamen Weg.

Pferde behandele ich jetzt nicht mehr, das habe ich viele Jahre mit viel Freude gemacht. Heute biete ich Menschen die Heldenreise mit Pferden an. Meine Ausbildung habe ich im September 2025 abgeschlossen. Ich freue mich sehr darauf und liebe es Menschen auf ihrer ganz persönlichen Heldenreise zu begleiten.

Kurse

🌿 Zwischen Himmel und Erde – Magische Begegnungen mit Pferden
in deiner ganz persönlichen Heldenreise. 

Tauche ein in einen Raum, in dem die Zeit langsamer wird, die Natur dich umarmt und die Pferde dein Herz berühren. In diesem Workshop öffnet sich ein magischer Begegnungsraum zwischen Himmel und Erde, in dem du dich selbst neu entdeckst – getragen vom Rhythmus der Natur, begleitet von der Weisheit der Pferde.

Was dich erwartet
Im Heilfeld der Pferde findest du Momente der tiefen Stille und des inneren Friedens. Hier begegnest du ihnen – und dir selbst – jenseits von Worten, in einem Feld voller Vertrauen, Respekt und Liebe.
* Du spürst, wie die Natur zum Lehrer wird – sanft, klar, ehrlich.
* Du lernst, Grenzen zu setzen, ohne dich zu verschließen – für mehr Lebensqualität und innere Freiheit.
* Du erlebst, wie Pferde dich in dein Herz führen, dir Halt schenken und zeigen, was wahre Lebensfreude bedeutet – gerade in turbulenten Zeiten.
* Du findest deinen persönlichen Raum der Stille und Kraft, eingebettet in das Herzfeld der Pferde.

Zwischen den atmenden Hufen, dem Wind im Gras und der Weite des Himmels kannst du loslassen, ankommen – und einfach sein.

🌸 Für wen ist dieser Workshop
Für alle, die sich nach einem erfüllten, glücklichen und liebevollen Leben sehnen. Für Menschen, die spüren, dass sie mehr sind als Funktionieren, Müssen und Alltag.
Wenn du
* dich oft im Strudel von Überforderung oder Erschöpfung verlierst,
* den Wunsch hast, wieder zu fühlen, zu atmen und zu lachen,
* oder einfach deiner Seele einen magischen Moment des Aufatmens schenken möchtest –
dann bist du hier genau richtig.

☀️ Dein Weg ins Lichtfeld der Pferde
Dieser Workshop lädt dich ein, dich zu erinnern: an deine innere Kraft, an deine Freude, an die sanfte Stimme deiner Seele.
Im Herzfeld der Pferde findest du den Mut zur Stille, zur Verbindung – und zu dir selbst. Raus aus der Schwere. Rein ins Leben. Raus aus der Angst. Rein in die Freude.
Hier beginnt deine Reise – zwischen Himmel und Erde. 🌾🕊️🐴

Wann startet der Workshop in Präsenz 
19.6. 15:00-16:30
20.6. 9:30-16:30
21.6. 9:30-16:00
Maximale Teilnehmerzahl 4 Personen

Wo:Nähe Erding, Bayern, genau Ort wird bei Anmeldung bekannt gegeben.
Kosten: 440€, Frühbucher bis 30.4. 400€
inklusive vegetarischen Mittagessen, Snacks und Getränke.
Es sind keine Erfahrungen mit Pferden notwendig.
Festes Schuhwerk und Regenkleidung oder Sonnenschutz mitbringen. Workshop findet bei jedem Wetter statt. 

Zwischen Himmel und Erde

Gleicher Workshop online: 
17.7. 15:00 – 19.7. 16:00
Kosten: 410€, Frühbucher: 390€ bis 2.6.
maximale Teilnehmerzahl 4 Personen

Ich freue mich auf dich. Herzlichst Beate